a) Leitungskataster

a) Leitungskataster

Unter einem digitalen Leitungskataster versteht man ein modernes Planwerk,
in dem Versorgungsleitungen und Entsorgungsleitungen verzeichnet sind.
Dazu gehören Rohrleitungen (Kanalisation, Wasserversorgung, Nahwärme)
oder auch Kabel (Telefon, Stromleitungen).

Grundsätzlich setzt sich ein Leitungskataster aus Lageinformation (wo befindet sich die Leitung) und Sachinformation (welche Dimension, welches Material, usw.) zusammen.
In einem GIS-System eingebettet bilden diese Informationen eine perfekte Basis für die Werterhaltung der unterirdischen Infrastruktur.

Leitungskataster ist eine rasche und zuverlässige Auskunft für Bürger und Gemeindeverwaltung, minimiert die Umweltbelastung, verbessert den Gewässerschutz und optimiert die Instandhaltung.

Die Erstellung bzw. die laufende Erweiterung des Leitungskatasters besteht
im Wesentlichen aus folgenden Bearbeitungsschritten:

  • Unterlagenbeschaffung für Förderungsan­suchen
  • Grundlagenerhebung
  • Erstellung eines einheitlichen Netzbezeich­nungssystems
  • Ausschreibung und Vergabe von Hochdruckrei­nigung und Kamerabefahrung und/oder Dicht­heitsprüfung
  • Übernahme der TV Befahrungsdaten für Haltun­gen
  • Vermessung der Naturbestandselemente und sichtbaren Anlagenteile
  • Bauwerksaufnahmen
  • Einarbeiten von technischen und rechtlichen Bestandsdaten in die Datenbank
  • Erstellung digitaler Bestandspläne
  • Zustandserhebung
  • Erfassung der Schadensstatistik
  • Zustandsbewertung als Ergebnis der Zu­standserhebung und Schadensstatistik
  • Einarbeiten der letzten Wartungstätigkeit samt Datum und vorgesehenem Wartungsin­tervall
  • Installation der Leitungskataster-Software beim Anwender (falls notwendig)
  • Datenübergabe an Auftraggeber
  • Erstellung der Endabrechnung für die Förde­rungsstellen 

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